Seniorenhandys ein neuer Nischenmarkt

Handys für Senioren

Nachdem der Mobilfunk-Markt im Großen und Ganzen gesättigt ist, müssen sich Hersteller immer wieder neue Produkte einfallen lassen, um auch weiterhin gute Absatzzahlen zu erzielen.

Dabei kann man in letzter Zeit deutlich beobachten, dass zunehmend Mobiltelefone angeboten werden, welche auf die besonderen Bedürfnisse einer ganz bestimmten Zielgruppe zugeschnitten sind. Die Hersteller sind also dabei, auch die so genannten Nischenmärkte zu erschließen.

Und genau um einen solchen Nischenmarkt handelt es sich bei den so genannten „Seniorenhandys“.

Was zeichnet ein spezielles Handy für ältere Menschen aus?

Ein Seniorenhandy erkennt man zunächst am deutlich reduzierten Ausstattungsumfang.
Da die Flut von Zusatzfunktionen und neuen technischen Features, die in modernen Mobiltelefonen zum Einsatz kommen, älteren Menschen in der Regel mehr Probleme macht als nützt, besitzen spezielle Seniorenhandys in der Regel nur die absolut notwendigen Funktionen.

Neben der normalen Telefonfunktion sind das meist die Möglichkeit zum Schreiben von Kurznachrichten sowie die Einrichtung spezieller programmierbarer Notruftasten. Damit bietet das Gerät dem Nutzer die Möglichkeit, im Notfall durch nur einen Tastendruck sofort mit einem Angehörigen oder einer vorprogrammierten Notrufnummer verbunden zu werden.

Das Bedienfeld bietet bei Seniorenhandys besonders große Tasten und wird ergänzt durch einen ebenso möglichst großes und gut ablesbares Display. Dadurch hat das Gerät selbst oft relativ große Außenmaße, was aber bei der anvisieren Zielgruppe eher ein Vorteil darstellt, da Senioren das Handy normalerweise nicht überall mit hinnehmen und sehr kleine Geräte nicht richtig bedienen können.

Da Seniorenhandys meist angeschafft werden, um lediglich mobil erreichbar zu sein oder im Notfall schnelle Hilfe herbeiholen zu können, handelt es sich dabei fast immer um Modelle, die mit einer Prepaidkarte genutzt werden. Der Nutzer muss also keinen Monatsvertrag mit festen Gebühren abschließen, sondern lädt die Karte lediglich von Zeit zu Zeit mit einem neuen Guthaben auf. Für Seniorenhandys ist dieses System prädestiniert, denn wenn der Nutzer einmal vergisst, neues Guthaben auf die Karte zu laden, ist er immer noch für mehrere Monate mobil erreichbar. Auch die Notrufnummern funktionieren dann immer noch.

Fazit: da die Bevölkerungsgruppe der Senioren in Deutschland stetig wächst, verzeichnet der Nischenmarkt der Seniorenhandys immer größere Zuwachsraten. Aber auch andere Handynutzer entdecken mittlerweile die Vorteile dieser Modell (leichte Bedienbarkeit, fehlender technischer „Schnickschnack“) für sich und sorgen damit für gute Verkaufszahlen.

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