Handybundles Sparpaket oder Mogelpackung

Handybundle

Seitdem der Mobilfunk-Markt in Deutschland nahezu gesättigt ist, lassen sich die Hersteller immer neue Mittel und Wege einfallen, um neue Mobiltelefone unters Volk zu bringen.

Ein Resultat davon sind die so genannten „Handybundles“. Hierbei handelt es sich um ein Paket, welches ein Mobiltelefon – meist in relativer einfacher Bauart – und zusätzlich ein- oder mehrere Bonusprodukte enthält. Da die Zielgruppe für Handybundles in der Regel Jugendliche und junge Erwachsene sind, werden als Bonusprodukte oft elektronische Geräte wie zum Beispiel Spielekonsolen, Computer, digitale Kameras oder Navigationssysteme gewählt. Diese Produkte finden bei der anvisierten Zielgruppe in der Regel den größten Anklang.

Inzwischen überbieten sich die Mobilfunk-Betreiber und Handyhersteller gegenseitig mit den Zugaben in den Handybundles. Ein Fahrrad oder sogar ein Motorroller soll es sein? Kein Problem – einige Pakete bieten sogar dies als kostenlose Zugabe, wenn ein Handyvertrag abgeschlossen wird.

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären. Wer sich für ein Handy Bundle interessiert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es die kostenlosen Zusatzgeräte immer nur in Verbindung mit einem neu abgeschlossenen Mobilfunk-Vertrag gibt, welcher meist 24 Monate Laufzeit hat. Manche Anbieter gehen inzwischen sogar dazu über, bei Bundle-Paketen mit besonders teuren Bonusprodukten wie Notebooks, Motorroller oder ähnliches den Abschluss von zwei Mobilfunk-Verträgen zu fordern. Weiterhin erhält der Handybundle-Nutzer in der Regel nur ein sehr einfaches Mobiltelefon, oft sind dies ältere Geräte bzw. Auslaufmodelle.

Der Sinn hinter dem System sollte klar sein: die Hersteller möchten damit neue Vertragskunden gewinnen, die nach Möglichkeit über Jahre konstante Einnahmen bringen sollen.

Aber lohnt sich der Erwerb eines solchen Pakets letztendlich überhaupt?

Natürlich ist es gerade für jüngere Menschen reizvoll, zusätzlich zum neuen Handy Produkte zu erhalten, die unter Umständen mehrere hundert oder gar tausend Euro wert sind. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass der Mobilfunk-Anbieter das Paket immer so zusammenstellt, dass sich die enthaltenen Bonusartikel innerhalb der Vertragslaufzeit wieder refinanzieren. Aus diesem Grund sollte man sich den Mobilfunk Vertrag vor Abschluss genau ansehen und die anfallenden Gebühren mit denen normaler Verträge vergleichen. In der Regel sind die Grundgebühren und oft auch die Gesprächskosten bei Handybundles um einiges höher als bei Verträgen, in denen lediglich ein Mobiltelefon enthalten ist. Man sollte im Vertrag ebenfalls überprüfen, ob die Bedingungen beziehungsweise Gebührenstrukturen mit dem eigenen Telefonierverhalten übereinstimmen.

Wer es genau wissen will, kann folgende Berechnung als Entscheidungsgrundlage heranziehen: Rechnen Sie zunächst das durchschnittliche Gebührenaufkommen aus, welches Ihrem Telefonierverhalten entspricht. Nun wird die Grundgebühr auf die gesamte

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